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Jubiläum Frau Leonie Rohrbach, MPA

Wir gratulieren Frau Rohrbach zu ihrem 5-Jahresjubiläum in unserer Praxis und danken herzlich für ihren Einsatz!

Praxisjubiläum: Wir feiern 20 Jahre Praxis und danken allen Patientinnen und Patienten für ihr Vertrauen und ihre Treue!

 

Das SECO führt Kontrollen in Arztpraxen durch und besteht auf einem „Arbeitssicherheitskonzept“

Viel Papierkram für wenig zusätzlichen Ertrag: in einem 56-seitigen Handbuch mit vielen Links, die nicht einmal zu den entsprechenden Dokumenten führen, heisst es zum Beispiel „Bestimmen Sie eine Kontaktperson für die Arbeitssicherheit (KOPAS).“ Mit neuen Abkürzungen ist schon viel gewonnen… Schilder für Notausgänge (in einer kleinen Praxis mit einem einzigen Ausgang) und Feuerlöscher müssen montiert und sinnlose Massnahmen getroffen werden wie z.B. Telefonlisten für Notfälle (in einer Arztpraxis!).

Der Kanton Bern saniert seine Finanzen auf Kosten der Hausärztinnen und Hausärzte und verrechnet neu 25.- pro Betäubungsmittelrezeptblock

Ein neues Ärgernis für die Hausärztinnen und Hausärzte, die als Grundversorger viele Betäubungsmittel verschreiben müssen: Die Rezeptblöcke, die obligatorisch verwendet werden müssen, waren bisher gratis. Neu kostet ein Rezeptblock 5.- plus 20.- Versandkosten. Eine Verteuerung von 25 Rappen pro Rezept, für die wir wieder einmal selber aufkommen dürfen.

Der Kanton Bern bezahlt seit 2018 keine Beiträge mehr an Medphone

Medphone, die medizinische Notrufzentrale im Kanton Bern und Luzern wird zu 2/3 durch die Ärzte und Ärztinnen, die Notfalldienst leisten, finanziert. Die Anrufgebühren decken nur 1/3 der Betriebskosten. Nun hat der Kanton Bern die bisherigen 200’000.- Betriebsbeitrag pro Jahr  gestrichen.

Wir Thuner Ärztinnen und Ärzte zahlen neu je 750.- pro Jahr an Medphone, vorher waren es 500.-

Das BAG verlangt eine jährliche Eichung der Hörmessgeräte in den Hausarztpraxen

Eine neue Schikane gegen die Hausärztinnen und Hausärzte. Die Eichung darf NUR durch das METAS in Wabern (früher eidgenössisches Amt für Mass und Gewicht) durchgeführt werden und kostet mit Porto und Verpackung jährlich 250.- Da diese Geräte nur als Screeninguntersuchung eingesetzt werden und wir Hausärztinnen und Hausärzte sowieso keine Hörgeräte verordnen dürfen, ist die jährliche Eichung völlig übertrieben. Die Geräte werden sowieso nicht in schalldichten Räumen eingesetzt und bei einer Auffälligkeit verweisen wir die Patienten zum HNO-Arzt weiter, der eine schalldichte Kabine hat. Sollen wir als Konsequenz einfach keine Schüleruntersuchungen mehr durchführen, für die es nur 50.- gibt und für die der Hörtest vorgeschrieben ist? Als Alternative könnten wir auch wieder Flüstertests wie früher durchführen, das wäre sicher genauer als ein ungeeichtes Hörmessgerät…

Neuer Ärztetarif Tarmed ab 2018

Der Bundesrat hat für 2018 einen noch komplizierteren Tarif geschaffen als bisher. Neu müssen wir z.B. Leistungen in Abwesenheit des Patienten im Minutentakt abrechnen. Zudem gibt es sechs neue Positionen dafür (Aktenstudium, Erkundigungen bei Dritten, Auskünfte an Angehörige/Bezugspersonen, Besprechungen mit Therapeuten/Betreuern, Überweisungen an Konsiliarärzte und Ausstellen von Rezepten und Verordnungen). Ausgerechnet die häufige „Arbeit für die Versicherungen/Krankenkassen“ fehlt. Warum wohl???

Die Leistungen in Abwesenheit des Patienten sind zudem limitiert (max. 10min. pro Monat bei PatientInnen von 6-75 Jahren). Das ist etwa so, wie wenn man auf der Strecke Bern-Zürich weniger Züge fahren lassen würde, weil die Züge ja immer so voll sind…

S. auch den ausgezeichneten Leserbrief in der Schweizerischen Ärztezeitung: https://saez.ch/de/article/doi/saez.2018.17195/

 

Aufruf an die Politik:

Lasst uns doch einfach unsere Arbeit machen! Wir HausärztInnen geben uns nämlich Mühe, sie möglichst gut zu machen. Unsere PatientInnen wissen das.
Legt uns nicht ständig neue Steine in den Weg!
Das Gesundheitssystem wird dadurch nicht günstiger.
Unterstützt unsere Arbeit mit Taten statt mit Worten!